Duftmarkt 2018: Vorzugsweise stationär

Im Kosmetiksektor geht es an der Schnittstelle zwischen on- und offline weiterhin turbulent zu: Während sich, wie die Absatzwirtschaft aktuell berichtet, Kosmetikartikel im Netz scheinbar wie geschnitten Brot verkaufen, gerät das stationäre Beauty-Geschäft immer mehr ins Stocken. So verzeichnete der Onlinehandel für dekorative Kosmetik im Jahr 2017 ein Umsatzplus von 14 Prozent zum Vorjahr, wohingegen die Umsätze in Parfümerien sowie in den Kauf- und Warenhäusern sieben Prozent verloren. Das stellt vor allem Douglas vor Herausforderungen. Die Kosmetik-Kette hat nämlich den größten Anteil am Premiumgeschäft, das die Hälfte des Gesamtmarktes ausmacht – allerdings auch nur deswegen, weil sich der Konzern auf Depotverträgen mit exklusiven Marken wie Chanel ausruhen kann. „Damit“, so Gerrit Heinemann, Handelsexperte von der Hochschule Niederrhein, „macht sich Douglas nicht nur abhängig, sondern provoziert auch eine Rückständigkeit. Denn die Exklusiv-Marken scheuen oft die Investition ins Onlinegeschäft, dem Bereich, der gerade zum Ködern der jungen Millenials – den Käufern der Zukunft – unverzichtbar ist. Drogerien oder Onlinehändler wie Flakoni sind da sehr viel fortschrittlicher“.

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