Die Topthemen dieser Ausgabe:

Total Store-Studie 2019: Wege zur ganzheitlichen Einkaufsstätten-Optimierung
Retail: Gartenmarkt der Zukunft – die Megatrends und dann?
POS: Duft, Klang und Visuals stärken die Kundenbindung
Kassensysteme: Einzelhandel in der Klemme?

 

 

Die Kooperationsstudie „Total Store Optimierung – Wie Händler zu Stars für ihre Shopper werden“ von GfK und GS1 Germany  eruiert Anforderungen der Shopper an Supermarkt, SB-Warenhaus, Discounter und Drogeriemarkt und liefert Optimierungsansätze für Händler. Ein Ergebnis: die Kunden wünschen sich sowohl Effizienz als auch Inspiration beim Einkauf – und tolerieren gefühlte Mängel immer weniger. Der Handel sieht sich heute einem enormen Wettbewerb ausgesetzt. Gleichzeitig werden die Einkaufstrips der Shopper immer seltener. Es ist wichtiger denn je, sich von der Konkurrenz zu differenzieren, Kunden langfristig zu binden und neue Kunden zu gewinnen – kurz: die Einkaufsstätte in seinem Zielgebiet zur Lieblingseinkaufsstätte der Shopper zu entwickeln. „Die Optimierung der Kategorien allein reicht nicht mehr, um im Wettbewerb erfolgreich zu sein“, sagt Birgit Schröder, Lead Shopper Experience bei GS1 Germany. „Stattdessen rückt der Handel zunehmend die ganzheitliche Betrachtung von Einkaufsstätten in den Fokus – sprich: die Total Store-Optimierung. Das zeigte auch bereits der CM-Monitor im vergangenen Jahr.“ Gemeinsam mit GfK hat GS1 Germany jetzt die Studie „Total Store Optimierung – Wie Händler zu Stars für ihre Shopper werden“ veröffentlicht. Sie deckt die Kernbedürfnisse der Kunden auf und liefert Lösungsansätze und Ideen, die zusammen mit Shoppern und Experten aus dem Handel erarbeitet wurden.

Welches sind die Megatrends im Gartenmarkt? Und wie sehen die größten Einflüsse und Herausforderungen aus, mit denen sich die Branche in den kommenden Jahren auseinandersetzen muss? Diesen Themen widmeten sich 18 namhafte Experten* aus Handel und Wirtschaft im Rahmen der Denkfabrik GARTEN, einer Initiative des GermanRetailLab (GRL). Zu den entscheidenden Ergebnissen zählt, dass sich die Trends und Einflussfaktoren in der Gartenbranche nicht nur beeinflussen, sondern auch in erheblichem Maße gegenseitig beschleunigen. Neu ist dabei unter anderem auch die besonders starke Auswirkung auf das Recruiting von Fach- und Führungskräften. Ob es sich um Digitalisierung oder Globalisierung, den Demografischen Wandel, ökologische Aspekte oder Mobilität handelt – viele Trends und Einflussfaktoren sind bereits bekannt. Allerdings beeinflussen und vor allem beschleunigen sich diese immer mehr gegenseitig, so die übereinstimmende Meinung des Expertengremiums, welches aus aktuellen und ehemaligen Geschäftsführern und Vorständen der Gartenbranche besteht. Hinzukommt, so die Experten, dass es in vielen Bereichen kaum Erfahrungswerte gibt. Das macht verlässliche Voraussagen noch schwerer als in der Vergangenheit. Die Folge: Immer öfter ist eine agile Vorgehensweise nötig, mit der (ergebnis-)offen und flexibel auf die unterschiedlichen Einflüsse reagiert werden kann.

Sensorisches Marketing kann das Shopping-Erlebnis positiv beeinflussen, stärkt die Kundenbindung und führt letztendlich zu steigenden Umsätzen. Auf diesen Nenner lassen sich die Kernergebnisse einer groß angelegten Studie mit Namen „Das Kundenerlebnis steigern: Die Auswirkungen von sensorischem Marketing“ von Mood Media bringen, die von der globalen Marktforschungsagentur Walnut Unlimited durchgeführt wurde. Um mehr über die sensorischen Einflüsse auf Wahrnehmungen der Kunden und ihr Verhalten im stationären Handel zu erfahren, wurden weltweit über 10.000 Erwachsene in 15minütigen Interviews persönlich befragt. Die Studienteilnehmer kommen aus Australien, Benelux, China, Deutschland, Frankreich, Spanien, UK und USA. Die Antworten weisen länderspezifische Unterschiede, aber auch globale Gemeinsamkeiten auf. So geben 78 Prozent der Kunden an, dass eine angenehme Atmosphäre in Geschäften ein entscheidender Faktor bei der Frage ist, ob man seine Einkäufe online oder in einem stationären Laden erledigt. 90 Prozent sagen, dass sie ein Geschäft wahrscheinlich wieder besuchen würden, wenn dort Musik, Duft und Visuals für eine angenehme Atmosphäre sorgen. Und acht von zehn Verbrauchern würden ein Geschäft weiterempfehlen, wenn sie sensorische Elemente wie Bild, Duft und Klang als angenehm empfinden.

Unsicherheiten beim Einzelhandel und Angst vor einschüchternden Bußgeldern: Ab dem 1. Januar 2020 tritt die neue Kassensicherungsverordnung in Kraft – bei einem Verstoß drohen Strafgelder in Höhe von bis zu 25.000 Euro.Grundsätzlich müssen alle Kassensysteme ab 2020 die vom BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) zertifizierte Technische Sicherheitseinrichtung (TSE) integrieren. Jedoch existiert bislang kein System, das über die zertifizierte TSE verfügt. Hintergrund ist, dass einige Einzelheiten bzw. Kriterien für die Zertifizierung noch immer nicht eindeutig definiert sind. Andere Anforderungen, wie an die IT-Sicherheitsarchitektur oder Kryptografie, sind in Deutschland deutlich höher und strenger als in anderen EU-Ländern. Aufgrund der Notlage hat das Bundesfinanzministerium eine Übergangsfrist bis zum 30. September 2020 verkündet. Für Anbieter bedeutet das allerdings keine Atempause – sie müssen ihre Prototypen schnellstmöglich in die Realität umsetzen. Retailer sollten sich schon jetzt für eine Lösung entscheiden, um 2020 fristgerecht gesetzeskonform zu sein.