Die Topthemen dieser Ausgabe:

Luxusmarkt: In China und den USA kommen Edelmarken wieder gut an
CSR: Über Pionierarbeit und die Verantwortung zu mehr Nachhaltigkeit im Kosmetiksektor
Prozessoptimierung: Thalia setzt auf plattformbasiertes Marketing- und Medienmanagement
POS: Zurück zu den Wurzeln – mit frischem Licht

In vielen Ländern sinken die Corona-Neuinfektionen und die Impfungen schreiten voran. Entsprechend wächst die Hoffnung, dass die Pandemie bald überwunden ist. Dies hat auch auf die Luxusgüterindustrie positive Auswirkungen. Im ersten Quartal 2021 dürfte der weltweite Markt für persönliche Luxusgüter, zu denen unter anderem hochwertige Kleidung, Schuhe, Lederwaren, Parfüm und Schmuck zählen, gemessen am vergleichbaren Zeitraum 2019 um bis zu 1 Prozent zugelegt haben. Zu diesem Ergebnis kommt die internationale Unternehmensberatung Bain & Company gemeinsam mit dem italienischen Luxusgüterverband Fondazione Altagamma im Frühjahrsupdate ihrer „Luxury Goods Worldwide Market Study“. „Trotz des gewaltigen Einbruchs 2020 infolge der Corona-Krise erweist sich die weltweite Luxusgüterindustrie als ausgesprochen robust, was die mittelfristigen Perspektiven anbelangt, auch wenn zum Teil noch immer große Unsicherheit vorherrscht“, konstatiert Marie-Therese Marek, Associate Partner bei Bain und Retail-Expertin. „Zahlreiche Marken haben sich in der Pandemie vergleichsweise zügig auf das veränderte Einkaufsverhalten eingestellt.“ 

 

Mit dem erstmaligen Einsatz von Rezyklat in Beauty-Verpackungen leistet der europäische Mengenmarktführer für dekorative Kosmetik cosnova zusammen mit allen Teilnehmern des von dm bereits 2018 initiierten #ForumsRezyklat Pionierarbeit. Der Zusammenschluss zählt über 30 Mitglieder aus Händlern, Herstellern, Entsorgern und Verpackungsherstellern und zielt darauf, Verpackungen zu reduzieren und deren Rezyklierfähigkeit zu steigern. So plant cosnova bis 2025 mindestens 50 Prozent aller Verpackungen aus Recyclingkunststoff herzustellen. POS kompakt hat mit Daniela Soukup, Expert Corporate Responsibility, und Christian Herold, Director Consumer Experience & Engagement, bei cosnova darüber gesprochen, welche Potenziale bei der Reduzierung von Plastik und Material in den Bereichen Packaging, POS-Displays und Beauty-Theken sowie im Bereich Logistik- und Sekundär/Tertiärverpackungen zu erwarten sind, dabei aber auch evtl. Hürden und Problemfelder nicht unerwähnt gelassen.

Dass das Absatzmarketing klassischer Herkunft sich im Umbau befindet, dürfte heute selbst Endverbrauchern, die mit B2B-Prozessen nicht vertraut sind, bereits aufgefallen sein. Mit den drastischen Veränderungen, die der digitale Wandel mit sich bringt, werden ganze Branchen aufgerollt und Vertriebswege sowie manchmal auch die gesamte Supply Chain neu gedacht. Wichtige Parameter dabei sind: Mehr Transparenz, Ressourcenschonung, Kostenkontrolle und Effizienz. Um ihre zu Ziele erreichen, setzen Händler wie Marken vermehrt auf die Unterstützung digitaler Technologie, unter Einbeziehung einer seriösen und fundierten Prognose über die zukünftige Entwicklung des eigenen Geschäfts- und Wettbewerbsumfeldes. „POS kompakt“ hat mit Mirko Holzer, CEO von BrandMaker, gesprochen, die für Thalia aktuell ein plattformbasiertes Marketing- und Medienmanagementsystem aufgesetzt haben, mit dem der Omnichannel-Buchhändler für seine rund 350 Buchhandlungen mehrere hundert Kampagnen pro Jahr steuert.

Der im Oktober 2020 eröffnete Hieber-Frischemarkt im badischen Steinen glänzt nicht durch Superlative bei Verkaufsfläche und Sortimentsmenge, sondern indem er exemplarisch zeigt, wie hochwertig die Versorgung in der Fläche heute erfolgen kann – und wie sich gut gestaltete und geführte Märkte erfolgreich gegen die uniforme Welt der Discounter positionieren. Da passt es ins Bild, dass die Kaufmannsfamilie Hieber mit der Übernahme des 1.000-Quadratmeter-Marktes im Ortszentrum von Steinen quasi an ihre Wurzeln zurückkehrt: Am anderen Ufer des Flüsschens Wiese, im Ortsteil Höllstein, eröffnete Gründer Jörg Hieber 1966 sein erstes kleines Lebensmittelgeschäft, aus dem sich ein regionales Einzelhandelsimperium mit 15 Märkten und über 1.000 Mitarbeitern entwickelte.