Nachhaltigkeit: Verbraucher fordern mehr Engagement

Siebenundachtzig Prozent der Verbraucher empfinden das Engagement von Industrie und Handel in Sachen Nachhaltigkeit als nicht ausreichend. Das ist eine der zentralen Aussagen einer Untersuchung des Kölner Instituts für Handelsforschung (IFH), die im Rahmen des Seminars "Zukunft braucht Nachhaltigkeit"“ von DS Smith Packaging vorgestellt wurde.

Europas zweitgrößter Wellpapphersteller führte im November zum zweiten Mal sein erfolgreiches Nachhaltigkeitsseminar durch. Hochkarätige in- und externe Referenten (z. B. von Coca-Cola Deutschland, Henkel und tegut…) informierten die Teilnehmer über den Megatrend Nachhaltigkeit und stellten Hintergründe und Praxisbeispiele vor.

"Ein Mindestmaß an Nachhaltigkeit wird von Verbrauchern mittlerweile als gegeben vorausgesetzt", lautet ein Fazit von Bettina Seul, Bereichsleiterin Forschung und Konzepte beim IfH Institut für Handelsforschung GmbH, die auf dem DS Smith Packaging Seminar die IfH-Untersuchung präsentierte. "Dies wird zwar nicht ständig überprüft", sagt sie, "eine Nicht-Einhaltung aber umgehend abgestraft." Seul machte anhand der Studienergebnisse deutlich, dass das Thema "Nachhaltigkeit" von den Verbrauchern keinesfalls allein mit ökologischen Inhalten verknüpft wird. Stattdessen stehen Forderungen nach "Engagement und Kontrolle", "Kommunikation und Transparenz" sowie "Verzicht auf Profitdenken" an der Spitze der Verbraucherantworten. Nahezu drei Viertel der Befragten gehen davon aus, dass das Thema weiter an Bedeutung gewinnen wird. Daher, so die Empfehlung von Seul, sollte eine Nachhaltigkeitsstrategie klar definiert, kommuniziert und regelmäßig überprüft werden. "Nur so entsteht ein echter Wettbewerbsvorteil."

Wie Nachhaltigkeit wirkungsvoller Bestandteil des unternehmerischen Handelns sein kann, schilderten Vertreter von Henkel, tegut…, Sun Chemical und Coca-Cola. Wichtiges Thema war hier das Engagement über die gesamte Supply Chain. Ulf Timmann, Senior Packaging Manager im Unternehmensbereich Laundry & Home Care bei Henkel, erläuterte das Vorhaben des Düsseldorfer Konzerns, bis zum Jahr 2015 den Recycling-faser-Anteil von Kartonverpackungen weiter zu erhöhen, oder, wo notwendig, nur Frischfasern aus nachhaltiger Forstwirtschaft einzusetzen. Um diese und andere Ziele zu erreichen, ist die Zusammenarbeit mit Lieferanten fester Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie von Henkel. "Unsere Partner sind ein wichtiger Schlüssel, um Nachhaltigkeit entlang unserer Wertschöpfungskette sowie in allen Bereichen der Wirtschaft und des täglichen Lebens voranzutreiben", benannte er eines der drei strategischen Prinzipien des Unternehmens. Welche Maßnahmen auf Zuliefererseite greifen, schilderte Markus-Oliver Kramm, Area Sales Manager bei DS Smith Packaging. Das Unternehmen berät seine Kunden umfassend bei der Entwicklung nachhaltiger Verpackungslösungen. Dazu kommen unter anderem Softwarelösungen zum Einsatz, mit denen sich beispielsweise der effiziente Materialeinsatz mit bestmöglicher Nutzung von Ladeflächen errechnen lässt. Kunden stehen zudem standortübergreifende Tools und Experten zur Entwicklung und Beratung zur Verfügung, wie die Material & Technology Library, die europaweite Design-Datenbank oder das ebenfalls europaweite Innovationskommitee.

Das Unternehmen verfügt über das FSC-Zertifikat (Forest Stewardship Council). Bei Einsatz des Logos auf Verpackungen und Displays ist sichergestellt, dass 100 Prozent der eingesetzten Fasern aus nicht bedenklichen Quellen kommen. „Unsere Vision ist es, Marktführer im Segment recycelbarer Verpackungen für Konsumgüter zu werden“, beschrieb Kramm den Hintergrund für das hohe Engagement von DS Smith Packaging. "Das wollen wir erreichen, indem wir unseren Kunden ausgezeichneten Service, Qualität und Innovationen auf umweltfreundlicher Basis bieten."

„Ein Mindestmaß an Nachhaltigkeit wird von Verbrauchern
mittlerweile als gegeben vorausgesetzt.“

Bettina Seul, Bereichsleiterin Forschung und Konzepte
beim IfH Institut für Handelsforschung GmbH