Auf allen Kanälen:
Multi-Channel als Trendthema der EuroCIS 2013

Als die EuroCIS 2013 am 21. Februar in Düsseldorf zu Ende ging, konnten alle Beteiligten – Aussteller, Besucher und natürlich die Messeveranstalter – mehr als zufrieden sein. An den drei Tagen wurden insgesamt 7.040 Fachbesucher gezählt, was einem Besucherplus von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Insgesamt 233 Aussteller aus 22 Ländern auf 6.810 Quadratmetern belegter netto Ausstellungsfläche nahmen teil. Damit konnte die EuroCIS 2013 einen Flächenzuwachs von rund acht Prozent gegenüber der letzten Veranstaltung verzeichnen und belegte zusätzlich zur Halle 9 auch erstmals die angrenzende Mall des Messegeländes.

Die Messe Düsseldorf hat mit dem strategischen Schritt, das Multi-Channel-Marketing Thema in die EuroCIS zu integrieren, den Nerv der Zeit getroffen. Mit der Integration des Themas ist der Messe der Sprung von einer nationalen Messeveranstaltung zum Thema Retail-Technik zu einer europäisch relevanten Messe mit dem Schwerpunkt "Verknüpfung neuer Technologien mit dem stationären Handel" gelungen. Die auf der EuroCIS 2013 vorgestellte Studie "IT-Trends im Handel" des EHI Retail Institute ergab, dass die Zahl der Handelsunternehmen, die Multichannel-Projekte planen, sich im Vergleich zu 2011 fast verdoppelt hat. Jedes zweite Unternehmen beschäftigt sich heute mit der Multichannel-Integration. Diesen Trend bestätigte auch das Multi-Channel-Forum der EuroCIS. Unter dem Motto „Multi-Channel in der Praxis – Strategien, Konzepte und Lösungen“ fand es an allen drei Messetagen regen Zuspruch.

Das Smartphone – einer der Hauptdarsteller bei der EuroCIS

Einer der Hauptdarsteller der diesjährigen EuroCIS war unzweifelhaft das Smartphone, kommt diesem doch in der Beziehung zwischen Konsument und Handel eine ganz besondere Bedeutung zu. Smartphones sind heute bereits unverzichtbarer Teil des Alltags geworden – der Anteil von Personen, die das Smartphone ganz natürlich in ihr Leben integrieren, wächst immer noch. In Deutschland nutzt bereits jeder Dritte ein Smartphone, mehr als die Hälfte aller verkauften mobilen Telefone sind Smartphones. Das Smartphone bietet Ladenbesitzern, die in den letzen Jahren durch den Online-Handel gehörig unter Druck geraten sind, die Möglichkeit zum Gegenangriff. Gezielte Angebote auf das Smartphone des Kunden beim Betreten des Geschäfts, Einkaufsberatung über Apps oder das Überprüfen von Kundenbewertungen direkt vor dem Einkauf – das Smartphone macht es möglich. Aber nicht nur das: Smartphones und Tablets dienen bei zahlreichen Retailern bereits als Brücke zur Schaltzentrale des Warenwirtschaftssystems. Mit ihnen sind die Mitarbeiter auf der Fläche immer direkt mit dem System verbunden und können Bestandsinformationen abrufen und abgleichen, was heute ein wichtiges Element kompetenter Beratung am POS ist.

Preisauszeichnung: Schnellere Technik – Mehr Zeit für den Kunden

Die Preisauszeichnung folgt schon diesem Trend. Beispiel Avery Dennison: Auf der EuroCIS wurde der Pathfinder™ 6140 als Produkt-Highlight vorgestellt. Der Pathfinder kommuniziert via Bluetooth mit den mobilen Endgeräten der Mitarbeiter, die so Preisänderungen durch die Kommunikation mit dem Warenwirtschaftssystem schnell und mit geringer Fehlerquote durchführen können. „Diese intelligente Preisauszeichnungslösung auf Artikelebene minimiert die Fehlerquote, verbessert die Gewinnmargen und die Effizienz der gesamten Lieferkette“, so Shawn Neville, President Retail Branding and Information Solutions, Avery Dennison. "Mit dem Pathfinder™ 6140 können Einzelhandelsunternehmen ihre bereits getätigten Investitionen in Smart Devices nutzen, um präzise und effiziente Preisauszeichnungen zu gewährleisten und dafür zu sorgen, dass ihre Mitarbeiter dem Kunden mehr Zeit widmen und ein verbessertes Einkaufserlebnis bieten können."

Informationen mittels App in einem Datenpool zusammenführen

Auch auf dem Messestand der Firma Ethalon stand das Smartphone im Mittelpunkt. Mit der neuen NuBON App können Unternehmen ihren Kunden den digitalen Kassenbon direkt auf deren Smartphone schicken. Mit der App können Kunden aber auch Coupons einlösen oder Kundenkarten digital sammeln. Interessant besonders für den Händler: NuBON führt Informationen, beispielsweise aus Kassenbon, Webshop, Warenwirtschaftssystem und Nutzerprofil in einem einzigen Datenpool zusammen. Mit diesen gesammelten Fakten lassen sich zahlreiche Rückschlüsse auf Einkaufsgewohnheiten und Wünsche der Kunden ziehen. Einkaufsstätten, Regionen, Warengruppen-, Marken- und Artikelebene kann der Händler daraufhin detaillierter analysieren.

Auch wenn zahlreiche Produkte, Lösungen und Konzepte nicht die Realität, sondern die Zukunft  am POS abbildeten, so wird mit Sicherheit vieles von dem, was auf der EuroCIS noch im Pilotprojekt-Status präsentiert wurde, sich schon bald in marktreifer Variante am Point of Sale wiederfinden. Im kommenden Jahr richtet sich die Aufmerksamkeit der POS-Branche, auch was die weitere Entwicklung des Multichannel-Marketings betrifft, ganz auf die EuroShop 2014, die vom 16. bis 21. Februar in Düsseldorf stattfinden wird.